Digital Healthcare – Österreichs erste Studie zur Digital Patient Journey präsentiert: Digitalisierung schafft messbaren Nutzen entlang der gesamten Patient Journey.

Pressekonferenz und Fachsession zu Digital Healthcare beim Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress zeigen Potenziale und Handlungsfelder für die Zukunft des Gesundheitswesens auf.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 18. Juni, 2026 sowie der anschließenden Fachsession „Gelungene Partizipation: Lösungen mit Menschen gestalten“ beim Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress (ÖGWK) wurden die Ergebnisse der österreichweiten Studie „Der Bruttonutzen von Digital Healthcare entlang der Patient Journey – primärdatenbasierte Evidenz zu Effizienzgewinnen“ vorgestellt. Die Studie wurde vom Competence Center Digital Healthcare by MP2 IT-Solutions initiiert und gemeinsam mit der Economica GmbH durchgeführt.

Österreichs erste Studie zur digitalen Patient Journey

Die Studie analysiert erstmals österreichweit den konkreten Nutzen digitaler Gesundheitslösungen entlang der gesamten Patient Journey. Ziel ist es, evidenzbasierte Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitswesen zu schaffen, denn Digitalisierung geschieht nicht um ihrer selbst willen. Die Studie macht sichtbar, welchen Beitrag Digitalisierung derzeit zur Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und Entlastung von Gesundheitsberufen leistet. Die Digital Patient Journey beschreibt den gesamten Weg von Patient:innen durch das Gesundheitssystem – von der Wahrnehmung erster Symptome über Information, Terminvereinbarung, Diagnose, Behandlung und Entlassung bis hin zur Nachbetreuung. Im Mittelpunkt stehen digitale Technologien wie Online-Portale, elektronische Gesundheitsakten, digitale Kommunikation, Apps oder KI-gestützte Anwendungen, die Prozesse verbessern, Services bieten und Patient:innen stärker einbinden.

Digitalisierung wirkt – Studie zeigt deutliche Effizienzgewinne

Die Studienergebnisse zeichnen das folgende Bild: Digitalisierung ist im österreichischen Gesundheitswesen bereits angekommen und erzielt klar messbare Effekte. Durchschnittliche Zeiteinsparungen von 52 bis 62 Prozent pro digital-unterstützter Aufgabe sowie deutliche Reduktionen von Medienbrüchen, Dokumentationsfehlern und redundanten Arbeitsschritten verdeutlichen den Nutzen digitaler Lösungen.

Zu den zentralen Ergebnissen zählen:

  • Elektronische Verordnungen und elektronische Patientenakten (in 83 % bzw. 79 % der Einrichtungen im Einsatz) sind nahezu Standard.
  • Besonders großer Digitalisierungsbedarf besteht künftig in den Bereichen Kommunikation während des Aufenthalts sowie bei der Nachbetreuung.
  • Rund 90 Prozent der Einrichtungen berichten über weniger Doppelerfassungen und redundante Arbeitsschritte durch Digitalisierung.
  • Die Arbeitsbelastung für das Personal nahm durch Digitalisierung in 80 % der Einrichtungen ab.
  • Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit nahm in 57 % bzw. 67 % der Einrichtungen zu.
  • Die größten Herausforderungen der weiteren Digitalisierung bestehen weniger auf der strategischen als auf der operativen Ebene, bspw. aufgrund fehlender personeller Ressourcen, von Budgetrestriktionen und der Akzeptanz bei Patient:innen.

Wissenschaftlich begleitet wird die Studie von Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein von Economica und seinem Team. Er präsentierte die Studienergebnisse und betonte dabei: „Vor dem Hintergrund eines bis 2050 prognostizierten Mehrbedarfs von rund 196.500 Pflege- und Betreuungspersonen bei gleichzeitig schrumpfendem Arbeitskräftepotenzial ist die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung keine ergänzende Maßnahme, sondern eine strukturelle Voraussetzung zur Aufrechterhaltung des 2 bestehenden Versorgungsniveaus. Die Studie zum Bruttonutzen der Digitalisierung in österreichischen Gesundheitseinrichtungen belegt erstmals evidenzbasiert, dass sowohl das Personal entlastet als auch die Patientenzufriedenheit gesteigert werden können. Zeiteinsparungen von durchschnittlich 52 % bis 62 % in den erfassten Tätigkeitsbereichen, begleitet von messbaren Qualitätseffekten in den Einrichtungen, unterstützen diesen Befund zusätzlich.“

© leadersnet.at / C. M. Stowasser

Evidenz als Grundlage für Entscheidungen

Auftraggeber der österreichweiten Studie war das Competence Center Digital Healthcare by MP2 IT-Solutions, initiiert von Gerlinde Macho, Gründerin des gleichnamigen IT-Unternehmens und in der Unternehmensführung tätig. Sie betonte die Bedeutung belastbarer Daten und wissenschaftlicher Evidenz für die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitswesens hinsichtlich Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz und sagte: „Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Wir brauchen Evidenz darüber, wo digitale Lösungen tatsächlich Nutzen stiften, Prozesse verbessern und Menschen entlasten. Genau hier setzt diese Studie an. Sie macht sichtbar, welchen Beitrag Digital Healthcare entlang der gesamten Patient Journey leistet und liefert eine fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen. Wir haben daher auch gezielt die Befragung auf Seiten der Gesundheitsbetriebe angesetzt. Unser Ziel ist es, Digitalisierung dort voranzutreiben, wo sie den größten Mehrwert für Patient:innen, Fachpersonal und Einrichtungen schafft.“

Die Rolle des Competence Center Digital Healthcare wurde vom Geschäftsführenden Gesellschafter von MP2 IT-Solutions, Manfred Pascher vorgestellt. Er präsentierte die Aktivitäten des Kompetenzzentrums und dessen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung digitaler Transformationsprojekte im Gesundheitswesen.


Fachsession beim ÖGWK: „Gelungene Partizipation – Lösungen mit Menschen gestalten“

Direkt im Anschluss an die Pressekonferenz stand beim Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress eine Fachsession zu Digital Healthcare unter dem Motto „Gelungene Partizipation: Lösungen mit Menschen gestalten“ auf dem Programm. Die Session widmete sich einer zentralen Erkenntnis der Studie: Digitalisierung entfaltet ihren Nutzen nur dann nachhaltig, wenn Menschen aktiv eingebunden werden.

Unter der Moderation von Kasia Greco diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Digitalisierung über die Frage, wie digitale Innovationen gemeinsam mit Menschen entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt standen Akzeptanz, Kommunikation, Beteiligung sowie die aktive Einbindung von Patient:innen und Gesundheitsberufen.

Nach den wissenschaftlichen Ergebnissen von Prof. Christian Helmenstein folgte eine interaktive Diskussion mit dem Publikum. Dabei wurde deutlich, dass Digitalisierung heute nicht mehr an fehlender Technologie oder einem unzureichenden strategischen Stellenwert scheitert, sondern vor allem an Herausforderungen in den Bereichen Veränderungsmanagement, personellen Ressourcen und Akzeptanz.

Anschließend zeigten Christoph Kitzler, Leiter des Competence Center Digital Healthcare by MP2 IT-Solutions, und Manfred Pascher anhand praktischer Erfahrungen aus Digitalisierungsprojekten, wie konkrete Verbesserungen für Patient:innen, medizinisches Fachpersonal sowie Gesundheitseinrichtungen entstehen können.

Eine wichtige Perspektive brachte Edith Lachinger, in der Geschäftsführung der Mavie Med, ein. Sie beleuchtete die Bedeutung digitaler Lösungen aus Sicht eines Gesundheitsdienstleisters und zeigte auf, wie Digitalisierung dazu beitragen kann, Versorgungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Fachkräftesicherung miteinander zu verbinden. Sie sagte: „Digitalisierung kann ein echter Game- Changer im Gesundheitswesen sein, wenn sie einen klaren Nutzen stiftet und sich konsequent am Alltag von Patient:innen und Mitarbeitenden orientiert. Bei Mavie Med setzen wir digitale Lösungen gezielt dort ein, wo sie Abläufe vereinfachten, Fachkräfte entlasten und die Versorgung verbessern. Die Herausforderungen im Gesundheitswesen lassen sich nur durch die konsequente Verbindung von medizinischer Expertise und digitaler Innovation bewältigen. Insbesondere in der Prävention sehen 3 wir großes Potenzial, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit aktiv und nachhaltig zu fördern.“

Menschen im Mittelpunkt der Digitalisierung

Die Fachsession machte deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung weit über technische Lösungen hinausgeht. Der Titel „Gelungene Partizipation: Lösungen mit Menschen gestalten“ spiegelte die zentrale Botschaft wider: Nachhaltige Innovation entsteht dort, wo Menschen frühzeitig eingebunden werden, unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und digitale Lösungen gemeinsam entwickelt werden.

Die präsentierten Studienergebnisse sowie die Diskussionen im Rahmen des ÖGWK zeigen, dass Österreich über großes Potenzial im Bereich Digital Healthcare verfügt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die nächsten Schritte vor allem in der stärkeren Einbindung von Patient:innen, dem Ausbau digitaler Kommunikations- und Nachbetreuungsangebote sowie im konsequenten Change Management liegen. Die Studie selbst ist unter www.mp2.at/studie und auch als Buch verfügbar.

Kasia Greco moderierte sowohl die Pressekonferenz als auch die ÖGWK-Fachsession und fasst wie folgt zusammen: „Die erste österreichweite Studie zum Bruttonutzen von Digital Healthcare entlang der Patient Journey liefert einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres Gesundheitswesens. Sie macht sichtbar, welchen konkreten Nutzen Digitalisierung bereits heute für Patientinnen und Patienten, Gesundheitseinrichtungen und den Wirtschaftsstandort Österreich schafft. Mein besonderer Dank gilt MP2 IT-Solutions für die Initiative und den Mut, dieses wichtige Zukunftsthema evidenzbasiert aufzuarbeiten.“


Der Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress

Der 16. Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress (kurz: ÖGWK) fand am 18. und 19. Juni 2026 in Wien statt und war auch in diesem Jahr Treffpunkt führender Persönlichkeiten aus Medizin, Forschung, Wirtschaft und Politik. Der Fachkongress stand unter dem Motto „WIR.K.S.A.M. – Wir könnten sicher auch mehr“ und bot spannende Impulse und Sessions rund um das Gesundheitswesen. MP2 IT-Solutions begleitete den renommierten Gesundheitskongress erneut als Veranstaltungspartner und setzte mit der Digital Healthcare Studie sowie mit der Fachsession am 1. Kongresstag starke Impulse zur digitalen Zukunft des österreichischen Gesundheitswesens.

Pressefoto

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vlnr. Manfred Pascher, Gerlinde Macho, Prof. Christian Helmenstein

Fotocredit: © leadersnet - C.M.Strowasser

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Österreichs erste Studie zur digitalen Patient Journey.

Fotocredit: © MP2


Über MP2 IT-Solutions:

MP2 IT-Solutions wurde im Jahr 1999 von Gerlinde Macho und Manfred Pascher gegründet und bietet IT-Leistungen in den Bereichen Infrastruktur, IT-Security sowie Software-, Web- und App-Entwicklung. Seit knapp 10 Jahren wird das ITUnternehmen gemeinsam mit CTO und Geschäftsführer Christoph Kitzler geführt. Er ist zudem Leiter des Competence Center Digital Healthcare, wo IT-Expertise für das Gesundheitswesen gebündelt ist. Das MP2-Team besteht aus hochqualifizierten und zertifizierten Expert:innen. MP2 IT-Solutions bietet seinen Kund:innen effiziente IT-Lösungen, die sie im Arbeitsalltag bestmöglich unterstützen. Das eigentümergeführte Unternehmen mit Standorten in Wien, Niederösterreich und Steiermark wurde vielfach ausgezeichnet und ist u.a. in den Bereichen Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 sowie Informationssicherheit nach ISO 27001:2022 zertifiziert.

  • Erfahren Sie mehr über MP2 IT-Solutions unter www.mp2.at
  • Mehr über die Digital Healthcare Innovationen vom Competence Center Digital Healthcare by MP2 IT-Solutions erfahren, siehe www.infomed.at
  • Lesen Sie hier das eMagazin zum Thema Digital Healthcare: Digital-Healthcare Magazin (PDF)
  • Hier finden Sie die Ergebnisse Österreichs erster Studie zur Digital Patient Journey, siehe www.mp2.at/studie
  • Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress: www.oegwk.at & Info zur Fachsession auf mp2.at siehe www.mp2.at/oegwk

Rückfragehinweis
MP2 IT-Solutions GmbH – www.mp2.at/presse
Dr. Gerlinde Macho, CMC – Unternehmensführung & -beratung
gerlinde.macho@mp2.at, Tel.: +43 664 150 25 09

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